die Welt verbessern

Eine Geschichte über einen Präsidenten auf dem Weg die Welt zu verbessern

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Der Sämann

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Weltverbesserer

Eine Geschichte über einen Präsidenten auf dem Weg die Welt zu verbessern„Ich bin der Präsident, einer der mächtigsten Männer der Erde. Ich jage meine Feinde überall auf der Welt und am Ende wird der Terror gegen mich und mein Land besiegt sein. Die Völker, welche sich meinem Willen widersetzen, werden meine Macht zu spüren bekommen und meine Soldaten werden in heldenhaften Kämpfen das Böse der Welt in die Knie zwingen und die Diktatoren aller Länder sollen erzittern. Das ist mein Weg, eine bessere Welt zu schaffen und Gott wird mir dabei helfen!“ Der Klang seiner Stimme ließ keinen Zweifel daran, dass er es Ernst meinte und seine Entscheidungen mit aller Konsequenz durchführen würde.

Da erhob sich aus der Menge ein alter Mann. Er stützte sich auf einen Stock mit einem Silberknauf, blickte dem mächtigsten Mann tief in die Augen und sprach: „All deine Soldaten werden nicht in der Lage sein, das Böse zu besiegen und sie werden auch die Welt nicht besser machen.

Du tränkst den Boden fremder Länder mit dem Blut unserer Söhne und Töchter und du tötest die Söhne und Töchter der Bewohner dieser Länder unter dem Deckmantel von Freiheit, Heldentum und Ehre.

WeltverbessererIch selbst habe den Wahnsinn des Krieges erlebt und in der Nacht wecken mich die Schreie der Opfer und die starren Blicke der vielen Toten bohren sich tief in meine Seele. Mein Bein habe ich geopfert für das, was du Freiheit und Ehre nennst und nun, da ich ein Krüppel bin, hat mich die Nation vergessen.

Genauso wird sie die gesunden Heimkehrer wieder als ruhmreiche Helden feiern und die Fernsehkameras von den Rollstühlen der Verletzten und den Särgen der Toten fernhalten. Keine trauernde Mutter, keine um ihren Vater weinenden Kinder werden im Fernsehen zu sehen sein. Nur ruhmreiche Helden.

Selbst unter denen, die scheinbar gesund aus dem Krieg zurückkehren, sieht niemand die tiefen Wunden, welche das Erlebte in den Seelen zurückließ. Und wenn nach Jahren das Trauma die Seele aufgefressen hat und der Held daran zerbricht, wird niemand da sein, der ihm hilft. Die Gesellschaft wird ihn eher als Verbrecher einsperren, als ihm Verständnis entgegenbringen.

Du feuerst Bomben und Raketen ab, um unsere Feinde zu besiegen. Schicktest du stattdessen Brot und Medikamente und würdest du mit derselben Überzeugung und Hartnäckigkeit mit den Mächtigen dieser Länder über Fortschritte im Kampf gegen Hunger, Armut und Krankheit verhandeln, hätten wir die reale Chance auf eine bessere Welt. Denn der Ursprung allen Übels ist die Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich.

Der Terror rekrutiert sich aus dem Schmerz der Unterdrückten und Darbenden und die Folgen ihrer Verzweiflung sind die Anschläge gegen uns und unsere Kultur.

Meine Worte können und wollen die Motive der Terroristen nicht rechtfertigen, sehr wohl aber begründen, denn auch du würdest dich wehren, wärst du in der Situation der Ärmsten. Zwar gaben sie ihrem Gott einen anderen Namen als wir, aber es ist derselbe Gott, zu dem auch wir beten und den sie um Hilfe für ihre Anliegen bitten.

Denn es gibt nur ein allumfassendes, in sich geschlossenes und alles durchdringendes Bewusstsein, welches Gott genannt wird. Alle Propheten, welche die Erde betraten, wussten das und verkündeten diese Wahrheit. Aber keiner predigte Hass, Krieg und Tod!“

Der Präsident senkte seinen Blick und erwiderte: „Ein Pazifist, ein Weltverbesserer steht mir gegenüber, euere Untätigkeit hat nichts Grundlegendes bewirkt. Wie wolltest du die Diktatoren dieser Welt in ihre Schranken verweisen? Träumer seid ihr und weltfremd, denn die Gewalt von Potentaten wird immer stärker sein als die weisen Sprüche der Gelehrten.“

„Nur solange die weisen Sprüche der Gelehrten nicht alle Herzen erreichen“, sprach der alte Mann ruhig aber bestimmt, „und nur solange es keine weisen Politiker gibt, welche in der Lage sind, die Vision einer friedlichen Welt in die Herzen der Menschen zu tragen. Es bedarf mächtiger Männer wie dir, um mit dem Willen der Friedfertigen im Volk den Traum von einer besseren Welt zu verwirklichen. In jedem Volk dieser Erde gibt es friedliebende Menschen. Lasst uns diese Menschen guten Willens vereinigen und zum Motor eines neuen Bewusstseins werden.

Ich weiß, dass sich deine Entscheidung für den Krieg nicht ändern wird, dafür ist die Macht des Geldes zu stark, aber ich werde diesen Weg beschreiten und viele werden mir folgen. Und wenn ich diese Welt verlasse, werde ich es reinen Gewissens und mit der Gewissheit, die Welt ein kleines Stück verbessert zu haben, tun können! Lasst uns jetzt und hier beginnen die Welt zu verbessern durch Taten der Liebe und Toleranz, jeder nach seinen Möglichkeiten!

Nicht Ländergrenzen sollen entscheidend sein, sondern der Wille der Menschen für ein friedliches Miteinander, nicht religiöse Unterschiede, sondern der Glaube an ein allumfassendes Bewusstsein, welches alle Religionen in ihrem Kern begründet und eint.

Dies kann ein Weg sein, aber auch jeder andere Weg, der die Existenz aller Formen der Menschheit und des Lebens respektiert, ist denkbar. Lasst uns diesen Weg beschreiten, damit er am Ende ein Siegeszug für die Menschheit wird!!!“

Der Präsident wandte sich ab und ging in Richtung Ausgang. Bevor er durch die große Pforte seines Regierungssitzes schritt, hielt er kurz inne. Die Worte des alten Mannes setzten sich in seinem Herzen fest.

Als er sich jedoch umdrehte, um ihm noch einige Worte über seinen Mut zu sagen, so offen und direkt mit einem Staatsoberhaupt zu sprechen, war er in der Menge der sich auflösenden Versammlung verschwunden.

„Irgendwelche Änderungen im geplanten Ablauf?“, fragten die Minister auf dem Weg in den Konferenzsaal.

„Nein“, antwortete der Präsident, „keine Änderung der Pläne!“ Doch im Gegensatz zu früheren Entscheidungen gab er diese Antwort widerwillig und mit einem Anflug von Schwermut im Herzen.

die Welt verbessernUnd als er am Abend müde einschlief, sah er im Traum die blutüberströmten Körper der Kriegsopfer und hörte immer wieder die Worte des alten Mannes: „Ich weiß, dass sich deine Entscheidung für den Krieg nicht ändern wird, dafür ist die Macht des Geldes zu stark, aber ich werde meinen Weg beschreiten und viele werden mir folgen. Und wenn ich diese Welt verlasse, werde ich es reinen Gewissens und mit der Gewissheit, die Welt ein kleines Stück verbessert zu haben, tun können! Lasst uns jetzt und hier beginnen die Welt zu verbessern durch Taten der Liebe und Toleranz, jeder nach seinen Möglichkeiten!“


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