Da sind die Bilder der Zerstörung,
Alte und Frauen auf der Flucht.
Die Verzweiflung und Empörung
erfasst mein Herz mit voller Wucht.
Mit Blut getränkt, ein verbranntes Haus,
über die Trümmer
weht der Wind,
irgendwo ragt ein Arm heraus,
daneben liegt ein totes Kind.
Und reiche Ernte hält der Tod,
der Sensenmann zieht durch das Land,
Überlebende in tiefer Not,
Leid gemacht von Menschenhand.
Gerechter Krieg nennt man den Wahn,
der immer dann gefordert wird,
wenn die Vernunft steht hinten an
und Führungsköpfe stark verwirrt.
Da, sie schütteln sich die Hände,
triefen müssten sie vor
Blut
und ihr Lachen spricht doch Bände,
mich erfasst die kalte Wut.
Diese ach so hohen Herren,
stolz und mächtig wollen sie sein,
bei vielen wär´s besser
sie einzusperren,
denn ihr Geist ist primitiv und klein.
Eine Frau, einsam und verlassen,
steht vor dem zerstörten Haus,
sie hat gelernt Menschen zu hassen,
schreit allen Schmerz dieser Welt hinaus.
Und wieder seh´ ich sie marschieren,
wieder feiern sie den Sieg.
Politiker mit den Offizieren
führen den „gerechten Krieg“.
Mein Blick wandert in die Zukunft,
soll es immer so weitergehen?
Wann endlich siegt denn die Vernunft?
Wann endlich werden wir verstehen?