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Einen
wunderbaren Menschen sehe ich in dir,
gefühlvoll und bescheiden, verletzlich scheint es mir.
Du könntest wirklich glücklich sein,
im Grunde bist du´s doch,
nur hin und wieder fällst du in ein tiefes Loch.
Das Loch von dem ich erzähle,
das kann keiner seh´n.
´s ist unsichtbar in deiner Seele
und du fragst: „Wie soll es weitergeh´n?“
Die andern alle merken nicht,
wie´s hinab dich hat gezogen.
Alle sehen dich im Licht,
nur du allein weißt: ´s ist gelogen.
Dann sitzt allein zu Hause du,
das Telefon bleibt still.
Es tötet dich fast diese Ruh`,
weil keiner mit dir reden will.
Die Traurigkeit wird unerträglich,
du nimmst dir ‘s selber krumm,
Ablenkungen scheitern kläglich,
es frisst dich, und du weißt nicht warum.
Wo
sind sie jetzt, die Freunde all´,
wo es dir dreckig geht?
Sind sie wirklich Rauch und Schall?
Ist keiner da, der dich versteht?
Nein meine Liebe, so ist das nicht,
die wahren Freunde steh´n bereit.
Du gehst zu hart hier ins Gericht,
du musst nur eins tun: sag´ Bescheid.
Da drüben steht das Telefon,
ruf an und du wirst seh´n,
raff dich auf und in Kürze schon
ist jemand da, wird dich versteh´n!
Komm´ endlich raus aus deinem Loch,
da draußen ist das Leben,
denn sitzt du auch im Schatten noch,
das Licht ist gleich daneben.
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