Gedanken zum Sternenhimmel

Gedanken zum Sternenhimmel und Beobachtern, die von dort oben unser Leben betrachten.

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Gedanken zum Sternenhimmel und Beobachtern, die von dort oben unser Leben betrachten.Beim Betrachten des Sternenhimmels staunt man über die unermesslichen Weiten des uns umgebenden Universums. Wie klein wir doch sind, wie unscheinbar gegen diese riesigen Sternenhaufen und den tobenden Kräften dort draußen. Wenn sogar das Licht, welches 300000 km in einer Sekunde zurück

legt, unglaublich viel Zeit benötigt, um zum nächsten Fixstern zu gelangen, kann man nur ehrfürchtig hinaufschauen.

Doch dann kam mir ein Gedanke: Wenn von der Sonne aus jemand mein Tun beobachtet, würde er das, was ich tue, erst nach etwa acht Minuten sehen, weil das Licht solange benötigt bis es dort ist.

Die reflektierenden Lichtstrahlen meines Tuns rasen also Richtung dieses imaginären Beobachters und kommen um acht Minuten zeitlich versetzt bei ihm an. In diesen acht Minuten ist das, was ich tue, vielleicht schon wieder beendet, der Beobachter jedoch sieht nur, was ich vor acht Minuten getan habe, nicht aber, was ich tatsächlich gerade mache.

Würde ich achtzig Jahre alt werden, so könnte ein Beobachter auf einem Planeten in achtzig Lichtjahren Entfernung gerade mal beobachten wie ich geboren werde, obwohl ich in diesem Augenblick sterbe.

Gedanken zum Sternenhimmel und Beobachtern, die von dort oben unser Leben betrachten.Auf seinem Planeten würde er seinen Mitbewohnern das freudige Ereignis meiner Geburt vermitteln, während hier auf der Erde die Angehörigen an meinem Sterbebett trauern.

Wäre dieser Beobachter aber hundert Lichtjahre entfernt, müsste er noch zwanzig Jahre warten, bis er meine Geburt beobachten könnte, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt schon wieder tot wäre.

Gäbe es eine Abkürzung, um die Reflexionen von vor einigen tausend Jahren einzuholen, könnte man die ganze Menschheitsgeschichte von der Bronzezeit über das alte Rom und die Zeit, als Jesus lebte, bis über das Mittelalter in die heutige Zeit hinein im Original filmen.

Denn diese Reflexionen müssten noch genauso im Universum unterwegs sein, wie die Strahlung jeder heute bekannten Galaxie, welche unsere Teleskope Tag für Tag beobachten.

Leider wird dies nicht möglich sein, aber ein interessanter Gedanke ist es allemal.


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